Journalisten kontaktieren, aber richtig!
Solltest du Journalisten lieber anrufen oder ihnen eine E-Mail schreiben?
Gute Frage – und die Antwort ist vermutlich anders, als du denkst.
Viele stellen sich genau diese Entweder-oder-Frage, wenn sie mit Pressearbeit starten.
Die Wahrheit ist: Es ist fast egal, ob du telefonierst oder mailst – und woran du erkennst was besser für dich ist, auch darum geht es heute.
In dieser Folge zeige ich dir drei Schritte, mit denen du Journalisten souverän kontaktierst.
Ich zeige dir,
- wie du die richtigen Ansprechpartner in der Redaktion findest
- was in ein gutes Pitch-E-Mail hineingehört, damit dein Vorschlag nicht nur überflogen wird
- welche Themenangebote direkt im Papierkorb landen – und welche bei Journalist wirklich Neugier wecken
- wann ein Anruf sinnvoll sein kann – und wann du besser bei einem E-Mail bleibst
- welche Do’s und Don’ts du kennen solltest, damit du nicht in der Masse untergehst
Die wichtigste Entscheidung ist nicht „Mail oder Telefon?“, sondern: Wie kannst du am klarsten und souveränsten rüberbringen, was du anzubieten hast.
Für die meisten ist die Antwort eindeutig: Eine gut vorbereitete E-Mail ist der bessere Standardweg.
Sie wirkt weniger aufdringlich, lässt sich in Ruhe lesen, weiterleiten und bei Interesse wieder hervorholen – und du kannst dir vorher genau überlegen, was du schreibst
1.1 Vorteile von Emails
- Journalisten sind im Redaktionsalltag im Dauerstress. Anrufe kommen oft mitten in Deadlines – E-Mails können sie dann öffnen, wenn wirklich Zeit ist.
- Du kannst deine Gedanken sortiert formulieren, statt am Telefon ins Plaudern zu geraten oder etwas Wichtiges zu vergessen.
- Eine E-Mail lässt sich im System der Redaktion leichter finden und an Kollegen weiterleiten, wenn das Thema intern besprochen wird. Deswegen sagen viele Journalisten am Telefon „bitte schicken Sie mir ein wie du dich vorbereitest Email“
Deshalb:
Starte im Normalfall immer mit einer klaren, kurzen, gut durchdachten E-Mail – das ist professionell und respektiert den Arbeitsalltag von Journalisten.
Wie sieht so eine Mail aus?
- Persönliche Anrede mit Namen, niemals „Liebe Medienvertreter“.
- Betreff, der dein Thema anteasert, nicht „Pressemitteilung“.
Beispiel: „Schulstress in [Stadt]: Wie Familien ohne Nachhilfe aus dem Hamsterrad kommen“ - Erster Absatz: Bezug auf Ressort oder frühere Artikel plus dein Themenvorschlag in einem Satz.
- Dann kurz Problem skizzieren, deinen Beitrag nennen, konkretes Format vorschlagen – Interview, Experten-Tipps, Story – und freundlich zum Antworten einladen.
1.2 Wann ein Anruf Sinn macht
Ein Anruf ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Er macht nur dann Sinn, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:
- Du fühlst dich am Telefon wirklich wohl, sprichst gern frei und kannst dich gut verkaufen.
- Du hast ein Thema, das zeitkritisch ist oder sich extrem gut in wenigen Sätzen „live“ auf den Punkt bringen lässt.
Wenn du am Telefon nervös wirst, schnell abschweifst oder Angst vor Ablehnung hast, ist der Anruf eher Risiko als Chance – das hört man.
Dann ist eine E-Mail klar die bessere Wahl, weil sie dir Sicherheit und Struktur gibt.
Wenn du aber jemand bist, der frei reden liebt, schnell auf den Punkt kommt und auch mit einem „Nein“ souverän umgehen kann, kann ein kurzer, gut vorbereiteter Anruf ein Türöffner sein.
Trotzdem gilt: auch dann kurz halten, klar formulieren – und auf Wunsch zusätzliche Infos per Mail nachschicken.
Der häufigste Fehler: Leute melden sich bei Journalisten mit „Wir haben ein neues Produkt“, „Wir machen eine tolle Veranstaltung“, „Wir haben einen Preis gewonnen“ – und wundern sich, warum niemand reagiert.
Journalisten fragen innerlich immer: „Was habe ich davon – und was haben meine Leser davon?“ Du brauchst also ein Angebot, keine Selbstbeweihräucherung.
Dinge, die nicht funktionieren:
- „Wir haben ein neues, mega innovatives Produkt!“
- „Wir planen ein super Event, das wird ganz toll!“
- „Wir wurden ausgezeichnet und sind Marktführer!“
Was Journalisten eher spannend finden:
- Dein Expertenwissen zu einem konkreten Thema, das jetzt aktuell ist.
- Deine klare Haltung zu einer Entwicklung in deiner Branche.
- Eine echte Story: ein Problem, das du bei deinen Kunden siehst, ein Aha-Moment, eine überraschende Erkenntnis.
Denk also beim Vorbereiten deines Pitches:
- Welches Problem, das viele Lesern haben, kannst du sichtbar machen?
- Welche Entwicklung oder Diskussion kannst du einordnen?
- Was ist der Aufhänger jetzt: Trend, Saison, aktuelle Debatte, lokales Ereignis?
Und: Beantworte die W-Fragen gleich mit – was, wer, wann, wo, warum. So erleichterst du Journalisten die Entscheidung, ob sie anbeißen.
Bevor du überhaupt darüber nachdenkst, ob du anrufst oder mailst, musst du wissen, wen du ansprichst. „redaktion@…“ ist kein Mensch, das ist ein schwarzes Loch.
Schau dir dein Wunschmedium bewusst an:
- Kauf dir die Zeitung oder das Magazin oder hol dir das E-Paper und blättere es in Ruhe durch.
- Achte darauf, welche Themen vorkommen und wie sie aufbereitet werden: eher persönliche Geschichten, Experteninterviews oder Kommentare.
- Schau: Gibt es Rubriken, die perfekt zu dir passen – etwa „Tipps vom Experten“, Kopf des Tages, Restaurant der Woche etc ?
Dann suchst du dir konkrete Ansprechpartner:
- Lies die Autorenzeilen: Wer schreibt die Artikel, die zu deinem Thema passen?
- Schau ins Impressum: Dort findest du Ressortleiter und Redakteur mit E-Mail-Adressen.
- Schau auf die Webseite, dort findest du Autorenportraits mit Kontaktdaten
- Do: Nutze die 5-W-Fragen (Wer, was, wann, wo, warum) für Ihre Informationen.
- Do: Sei höflich, professionell und geduldig.
- Don’t: Keine geschönte Werbesprache (“unser innovatives Produkt”).
- Don’t: Nicht hinterhertelefonieren (“Haben Sie meine E-Mail erhalten?”) – das nervt.
Wenn du dir aus dieser Folge nur eine Sache mitnimmst, dann diese:
Pressearbeit bedeutet nicht, dass du Journalisten „überredest“, sondern dass du ihnen hilfst, bessere Geschichten zu erzählen.
Und wenn du dir beim Zuhören gedacht hast: „Okay, ich hab Themen – aber ich weiß nicht, ob die wirklich gut genug für die Presse sind“, dann lass uns das gemeinsam klären.
Du musst damit nicht alleine herumdoktern.
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