So nutzt du PR für dein Marketing – damit dein Presseerfolg nicht nach einem Tag verpufft
Ich habe in letzter Zeit wieder öfter denselben Satz gehört:
„Ich war ja schon einmal in der Zeitung, das bringt doch eh nicht mehr viel.”
Und ich sag dir ganz ehrlich: Das ist einer der teuersten Irrtümer, die ich in der PR-Beratung immer wieder erlebe.
Denn Presse ist kein Strohfeuer. Presse ist Teil deiner Sichtbarkeitsstrategie – wie Marketing – nur eben eine Form von Marketing und Sichtbarkeit, die schon einen Vertrauensvorschuss mitbringt. Diesen Vertrauensvorschuss musst du dir mit Werbung erst mühsam erkaufen.
Und genau das ist der Punkt, den heute viele übersehen: Pressearbeit steht nicht neben deinem Marketing. PR ist Teil deiner Sichtbarkeitsstrategie und deines Marketings. Das ist kein total herausgelöstes Element – nein PR geht Hand in Hand mit deinem Marketing.
Deshalb zeige ich dir heute vier ganz konkrete Wege, wie du deine Presseartikel und Interviews gezielt für dein Marketing nutzt.
Und einen Weg unterschätzen fast alle – dabei wird er in den nächsten Jahren immer wichtiger.
Stell dir vor, jemand hört zum ersten Mal deinen Namen und googelt dich.
Die Person landet auf deiner Website. Und genau in diesem Moment entscheidet sich ziemlich schnell: Vertraue ich dieser Person? Schaue ich mich weiter um? Oder bin ich wieder weg?
Wenn dort gut sichtbar ein „Bekannt aus“ mit den Logos der Medien steht, in denen du bereits erschienen bist, verändert das sofort, wie man dich einordnet.
Du bist nicht mehr einfach eine Anbieterin unter vielen.
Da waren bereits Medien, die gesagt haben: Diese Frau und ihr Wissen sind interessant genug, um darüber zu berichten.
Das erlebe ich bei meinen Kundinnen immer wieder.
Julia hat es einmal so beschrieben: „Ich bin in kürzester Zeit in einem gefragten Onlinemedium und einer bekannten Frauenzeitschrift erschienen. Und es ging so leicht!“
Und Manuela sagt: „Meine Ergebnisse bei Eva: riesen Artikel in der NÖN, Beitrag in der WOMAN, TV-Beitrag für ORF Studio 2, Gastbeiträge, Podcast-Interview – und es geht weiter!“
Genau solche Erfolge gehören auf deine Website.
Du kannst die Logos der Medien direkt auf deiner Startseite zeigen oder eine eigene Presseseite anlegen, auf der du Artikel, Interviews und Beiträge sammelst.
Und dabei ist es völlig egal, ob der Artikel drei Wochen oder drei Jahre alt ist.
Denn für jemanden, der heute zum ersten Mal auf deine Website kommt, ist entscheidend: Diese Person kennt sich mit ihrem Thema aus. Sie hat etwas zu sagen. Die Medien haben sie als Expertin aufgegriffen.
Dein Presseerfolg arbeitet also weiter für dich.
Und genau deshalb gehört PR für mich auch ganz selbstverständlich ins Marketing von Selbstständigen, Expertinnen und Unternehmerinnen: Du baust dir damit Vertrauenssignale auf, die du später immer wieder einsetzen kannst.
Der zweite Hebel ist Google.
Wenn dein Presseartikel online ist, kann jemand Wochen, Monate oder sogar Jahre später ihn finden stoßen.
Und zwar stößt die Person möglicherweise genau in dem Moment darauf, in dem sie nach deinem Thema sucht.
Dein Name taucht dadurch im Netz nicht mehr nur auf deiner eigenen Website und deinen eigenen Kanälen auf. Er erscheint auch auf anderen Seiten im Zusammenhang mit deinem Expertenthema.
Und das ist für deine Sichtbarkeit enorm wertvoll.
Ein schönes Beispiel dafür ist Martha.
Nach ihrem Artikel in der Tiroler Tageszeitung wurde sie unzählige Male darauf angesprochen. Und über einen großen Gastbeitrag auf einem Blog kamen sogar zwei neue Kundinnen für ihren Workshop – nach der eigentlichen Veröffentlichung.
Genau das meine ich, wenn ich sage: Presse ist kein kurzer Moment im Rampenlicht.
Ein guter Artikel bzw. ein gutes Interview kann lange weiterarbeiten.
Deshalb reicht es für Unternehmerinnen und Selbstständige aus meiner Sicht nicht mehr, nur auf die eigenen Marketingkanäle zu setzen.
Wenn du willst, dass Menschen dich finden, dir vertrauen und dich als Expertin einordnen, brauchst du auch öffentlich auffindbare Erwähnungen außerhalb deiner eigenen Kanäle.
Und genau dabei hilft dir PR.
Der dritte Punkt wird total unterschätzt.
Viele schaffen es endlich in die Presse, freuen sich darüber, posten den Artikel auf Social Media – und denken danach: So, erledigt.
Warum? Weil sie glauben der Artikel ist „abgefrühstückt“. Interessiert keine Sau mehr.
Das ist ein Irrglaube! Dein Presseerfolg ist nicht plötzlich verbraucht, nur weil du ihn einmal gezeigt hast.
Du kannst ihn immer wieder aufgreifen.
Zum Beispiel:
- Poste einen Screenshot deines Artikels.
- Zeig ein paar Tage später ein Foto von dir mit der Zeitung.
- Mach ein Reel und erkläre eine wichtige Erkenntnis aus dem Beitrag.
- Greif den Artikel Monate später noch einmal auf und erzähle: „Vor einem Jahr habe ich darüber gesprochen – und das hat sich seitdem verändert.“
Nicole hat nach ihren Auftritten bei ORF „Guten Morgen Österreich“ und Radio Kärnten sogar erlebt, dass sie sich vor Kundenanfragen kaum retten konnte.
Und die Wirkung muss nicht mit der Ausstrahlung enden.
Jedes Mal, wenn du einen solchen Presseerfolg später wieder zeigst, passiert im Hintergrund noch etwas anderes: Menschen sehen, dass Medien dich und dein Thema ernst nehmen.
Du bekommst also nicht nur Content für Social Media.
Du stärkst gleichzeitig das Vertrauen in dich und dein Wissen.
Deshalb sollten PR und Marketing auch nicht getrennt voneinander geplant werden.
Hier Pressearbeit, dort Social Media? Das ergibt für mich keinen Sinn.
Wenn du schon Zeit und Energie investierst, um in die Medien zu kommen, dann nutz das Ergebnis anschließend auch auf deinen eigenen Kanälen.
Genau dadurch wird aus einem Presseartikel ein Marketinghebel.
Und jetzt kommen wir zu einem Punkt, wegen dem ich sage: PR wird für Unternehmerinnen und Selbstständige nicht weniger wichtig – sondern noch wichtiger.
Denn die Art, wie Menschen nach Informationen und Expertinnen suchen, verändert sich gerade.
Sie gehen nicht mehr ausschließlich zu Google.
Sie fragen ChatGPT, Claude, Perplexity oder Gemini.
Und was brauchen solche Systeme, damit sie dich überhaupt als Expertin zu einem bestimmten Thema einordnen können?
Öffentlich auffindbare Informationen über dich.
Presseartikel. Interviews. Gastbeiträge. Erwähnungen auf anderen Seiten.
Eine Studie von Muck Rack hat gezeigt, dass KI-Modelle bei ihren Antworten stark auf redaktionelle Inhalte zurückgreifen. Journalistische Beiträge spielen dabei eine besonders große Rolle, während bezahlte Werbung weitgehend außen vor bleibt.
Und das ist für Unternehmerinnen und Selbstständige ein Punkt, den man nicht unterschätzen sollte.
Denn wenn im Netz kaum etwas über dich zu finden ist, lieferst du solchen Systemen schlicht wenig Material, um dich als Expertin zu erkennen und möglicherweise zu empfehlen.
Pressearbeit baut deshalb nicht nur Vertrauen bei Menschen auf.
Sie hinterlässt öffentlich auffindbare Spuren deiner Expertise.
Und genau deshalb ist PR aus meiner Sicht heute ein Muss, wenn du dir langfristig eine starke Position in deiner Branche aufbauen möchtest.
Jeder Artikel, jedes Interview und jeder Gastbeitrag kann dazu beitragen, dass dein Name im Netz immer deutlicher mit deinem Thema verbunden wird.
Und im besten Fall passiert irgendwann Folgendes:
Jemand fragt eine KI nach einer Expertin für genau dein Thema – und dein Name taucht auf.
Du wirst empfohlen, obwohl du selbst in diesem Moment gar nichts dafür tun musst.
Das ist ein enormer Hebel.
Und wer heute anfängt, seine Expertise auch außerhalb der eigenen Website und der eigenen Social-Media-Kanäle sichtbar zu machen, baut sich damit etwas auf, das in Zukunft noch wertvoller werden dürfte.
Du siehst also: Ein Presseartikel ist niemals nur dieser eine kurze Moment, in dem du dich freust und sagst:
„Juhu, ich bin in der Zeitung!“
Richtig eingesetzt, kann er viel länger für dich arbeiten.
Er kann
- auf deiner Website Vertrauen schaffen,
- dich über Google auffindbarer machen,
- dir immer wieder Content für Social Media liefern
- und dazu beitragen, dass auch KI-Systeme dich mit deinem Expertenthema in Verbindung bringen.
Und genau deshalb gehört Pressearbeit für mich heute fest ins Marketing von Unternehmerinnen und Selbstständigen.
Nicht irgendwann, wenn Social Media läuft, die Website fertig ist und du sonst nichts mehr zu tun hast.
PR ist kein Extra.
Sie ist ein Teil deiner gesamten Sichtbarkeit.
Und wenn du diesen Teil bisher ausgelassen hast, fehlt dir ein Hebel, der deine anderen Marketingaktivitäten noch viel stärker machen kann.
Schau dir deshalb einmal deine bisherigen Presseerfolge an:
Steht dein „Bekannt aus“ schon gut sichtbar auf deiner Website?
Hast du deine Artikel wirklich mehrfach für Social Media genutzt?
Findet man dich über Google gemeinsam mit deinem Expertenthema?
Und gibt es genug öffentlich auffindbare Spuren von dir, damit auch KI-Systeme verstehen können, wofür du stehst?
Falls du schon Presseerfolge hast, nutz sie.
Und falls du bisher noch gar keine PR machst, dann ist genau jetzt ein ziemlich guter Zeitpunkt, damit anzufangen.
Denn Pressearbeit ist nicht etwas, das neben deinem Marketing herläuft.
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