Trotz Nischenthema, ganz große Presse!
Wie Kathrin Zhuber, Gründerin von DOC-N-ROLL, mit dem Thema Healthcare Management für Ärzte mehrfach in die große Presse kam
Eine PR Erfolgsstory
14 Jahre lang hat Kathrin Zhuber mitten im Chaos von Ordinationen gearbeitet – von der Ordinationsassistentin bis zur Teamleitung. Heute nimmt sie mit ihrem Wiener Unternehmen DOC-N-ROLL Ärztinnen, Ärzten und Therapiepraxen den administrativen Wahnsinn von den Schultern. Ihr Thema ist speziell, fast unsichtbar für die Öffentlichkeit – und trotzdem wurde daraus eine echte PR-Erfolgsgeschichte.
Eva Primavesi:
Kathrin, wie hast du Pressearbeit am Anfang gesehen?
Kathrin Zuber:
Ehrlich gesagt gar nicht. Ich dachte, das ist etwas für prominente Personen oder große Unternehmen – sicher nicht für ein kleines Einzelunternehmen wie meines.
Ich habe auch geglaubt: Gute Arbeit spricht für sich. Erst mit der Zeit habe ich gemerkt, wie wichtig Sichtbarkeit wirklich ist.
Und dass es nichts mit Selbstdarstellung zu tun hat, sondern damit, die Menschen zu erreichen, denen man helfen möchte.
Eva Primavesi:
Was hat dich am meisten bei der Pressearbeit überrascht?
Kathrin Zuber:
Mich hat überrascht, dass man Redakteure einfach anschreiben kann – und dass das funktioniert!
Ebenso wie wichtig das Nachfassen ist. Man stört damit nicht, im Gegenteil: Es entsteht oft eine richtig gute Zusammenarbeit zwischen Journalisten und den Experten.
Eva Primavesi:
Deine Zielgruppe sind Ärzt:innen und Therapeut:innen mit eigener Praxis. In welchen Medien bist du gelandet?
Kathrin Zuber:
Wir haben mit Online-Plattformen begonnen, auf denen neue Unternehmen und Start-ups vorgestellt werden – das war ein guter erster Schritt, um überhaupt Presseerfahrung zu sammeln.
Dann haben wir die regionalen Medien angeschrieben. Da hatte ich richtig Glück: Ich bin sofort auf die Titelseite gekommen und hatte zusätzlich eine Doppelseite im Innenteil. Die Journalistin ist sogar direkt zu mir nach Hause gekommen, um mich zu interviewen. Das war aufregend!
Eva Primavesi:
Das muss man sich einmal vorstellen – Titelseite UND Doppelseite in einem regionalen Medium, als eine deiner ersten PR-Erfahrungen überhaupt.
Da applaudiere ich wirklich. Und dann kamen ja auch noch Fachmagazine dazu?
Kathrin Zuber:
Genau. Mein Thema ist ja sehr nischig, ich arbeite mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.
Es gibt zum Glück einige Magazine, die sich direkt an diese Zielgruppe richten. Eines kannte ich schon vorher – ein Printmagazin, das viermal im Jahr erscheint und sich an Ordinationsassistent:innen richtet, dort hatte ich bereits einen Artikel.
Gemeinsam mit dir habe ich dann noch ein weiteres Fachmagazin kontaktiert, die Ärzte Woche. Daraus sind gleich zwei Artikel entstanden, jeweils über eine ganze A4-Seite, plus Interviews.
Und später kam sogar noch ein dritter Artikel als Folgeartikel dazu!!
Eva Primavesi:
Das zeigt genau, wie Pressearbeit funktioniert, wenn man einmal drin ist. Die Journalisten freuen sich über gute Themenvorschläge und sagen dann noch schneller ja!
Kathrin Zuber:
Ja, absolut. Wenn Journalistinnen sehen, dass man Expertin ist und gute Arbeit liefert, dann ist die Chance, wieder angefragt zu werden, viel viel höher, als wenn man komplett neu ist.
Eva Primavesi:
Es gab noch ein besonderes Highlight, oder?
Kathrin Zuber:
Genau!
‚Der Standard‘ hat sich später von selbst bei mir gemeldet und mich um eine Expertenmeinung gebeten.
Das war eines meiner absoluten Highlights.
Vorab hatte ich dem Standard bereits Themen geschickt, diese wurden aber immer abgelehnt. Das war wirklich frustrierend.
Um so größer war meine Freude, als ich dann von ihnen kontaktiert wurde. Man darf also nicht aufgeben, wenn eine Anfrage erst mal abgelehnt wird oder unbeantwortet bleibt – man weiß nie, wann der richtige Zeitpunkt kommt.
Eva Primavesi:
Was hat die Pressearbeit konkret für dich und dein Business bewirkt?
Kathrin Zuber:
PR hat mein Business auf mehreren Ebenen gestärkt – nicht nur diese unglaubliche Sichtbarkeit, sondern bestätigt auch meine Expertise und das Vertrauen in mich.
Die Artikel nutze ich als Content für meine Website und meine Social Media Kanäle: ich habe einen Bekannt-aus-Banner und sogar einen eigenen Pressebereich auf meiner Seite.
Und die Kundenanfragen nehmen wirklich zu, weil Menschen mich über mehrere Kanäle wiedertreffen – erst im Artikel, dann auf Social Media, dann auf meiner Website. Das schafft Vertrauen und macht den ersten Schritt zur Kontaktaufnahme leichter.
Eva Primavesi:
Dein Schlusssatz zur Pressearbeit?
Kathrin Zuber:
Pressearbeit ist eine wichtige Säule der Sichtbarkeit – aber keine einmalige Aktion, sondern ein langfristiger Prozess. Man muss kontinuierlich dranbleiben, dann wird die Wirkung noch stärker.
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