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Nachhaken bei Journalisten – was es bringt und wie du dranbleibst, ohne lästig zu sein

Nachhaken bei Journalisten – was es bringt und wie du dranbleibst, ohne lästig zu sein

Die einfachste Follow-up-Strategie, die du sofort nutzen kannst

Heute geht es um ein Thema, vor dem viele zurückschrecken: Nachhaken bei Journalisten.  

Also: Was machst du, wenn du schon ein Mail geschickt hast, und du hast keine Antwort erhalten – darfst du nachfragen? Nervst du damit? Kommst du auf eine schwarze Liste? Oder riskierst du sogar, dass man dich nie wieder beachtet?

In dieser Folge erfährst du:

– wann Nachfassen sinnvoll ist,  

– wie du nachhakst, ohne zu nerven  

– und wie du innerlich entspannt dabei bleiben kannst.

Wenn du dir mehr Sicherheit im Umgang mit Journalisten wünschst, bleib dran.

Die Angst, „lästig“ zu sein

Lass uns mit dem größten Blockierer starten: der Angst, lästig zu sein.  

Viele meiner Kunden sagen: ‚Ich will niemandem auf die Nerven gehen.‘  

Ergebnis: Sie schicken ein Mail – und das war’s. Kein Nachfassen, keine Nachfrage, und das Thema ist für sie erledigt.

Wichtig zu verstehen: Kein Antwort heißt nicht automatisch ‚kein Interesse‘.  

In Redaktionen ist viel los, Postfächer sind voll, Themen kommen im falschen Moment – und deine Mail rutscht schlicht nach unten.

Das hat in vielen Fällen nichts mit dir oder der Qualität deines Themas zu tun, sondern mit der Realität im Arbeitsalltag.  

Und genau deshalb ist professionelles Nachfassen ein normaler, wichtiger Teil deiner Pressearbeit – nicht etwas, für das du dich schämen musst.

Wann Nachfassen sinnvoll ist

„Die Frage ist nicht: ‚Darf ich nachhaken?‘, sondern: ‚Wann macht es Sinn?‘

Ein paar einfache Leitlinien helfen dir:

-Einmal nachfassen reicht vielleicht nicht. Du kannst ruhig bis zu 3x nachhaken!

– Bei einem Monatsmagazin kannst du ruhig eine Woche später Nachhaken.

– bei einer Tageszeitung ruhig 3-4 Tage später.

Wenn du wirklich jeden Tag nachhakst, wird es wirklich unangenehm – für dich und für die andere Seite.

Sieh Nachfassen als professionellen Schritt in deinem Prozess.  

Du zeigst damit: Du meinst es ernst, du bleibst dran, aber du respektierst die Zeit deines Gegenübers.

Follow-up Mail: so einfach ist es

Jetzt zum praktischen Teil: Wie sieht ein Follow-up konkret aus?

Hier machen es sich viele unnötig kompliziert.  

Sie versuchen, den Text neu zu erfinden, noch mehr Argumente reinzupacken oder besonders kreativ zu sein.

Dabei ist die einfachste Lösung auch die beste:

– Du nimmst deine Originalmail.  

– Du leitest sie an die gleiche Person weiter.  

– Und du schreibst nur zwei, drei kurze Sätze darüber.

Zum Beispiel:

‚Sehr geehrte Frau Müller,  

vielleicht ist mein Mail in Ihrem Posteingang untergegangen.  

Ich schicke Ihnen deswegen meinen Themenvorschlag noch einmal.

Herzliche Grüße  

[Dein Name]‘

Mehr braucht es nicht.  

Du erinnerst freundlich, ohne Druck, ohne Vorwürfe, ohne Drama.

Kein: ‚Sie haben mir noch nicht geantwortet.‘  

Kein Rechtfertigen, warum dein Thema superwichtig ist – das steht ja alles schon in deiner ursprünglichen Mail.

Deine Aufgabe beim Follow-up ist nicht, alles neu zu erklären, sondern nur: höflich daran erinnern, dass da noch etwas von dir im Posteingang liegt.“

Mindset: vom Bittsteller zum Experten

Der entscheidende Unterschied liegt am Ende in deinem Mindset.

Das erkannte auch meine Kundin Susanne, die eine Journalistin zum Interview in einem Kaffeehaus traf. Die Journalistin bedankte sich bei ihr fürs Dranbleiben! 

Wenn du innerlich denkst: ‚Ich störe nur, ich nerve eh‘, wird sich das in deiner Sprache und in deinem Ton bemerkbar machen – in Mails und am Telefon.

Mach dir bewusst: Du bist Expertin oder Experte in deinem Bereich.  

Journalisten sind ständig auf der Suche nach guten Themen, klaren Einordnungen und Menschen, die verständlich erklären können.

Du bietest etwas an, das einen Mehrwert für Leser, Hörer oder Zuschauer hat.  

Nachfassen heißt deshalb nicht: ‚Bitte, bitte, beachte mich‘, sondern: ‚Ich erinnere kurz an diesen Vorschlag, der für Ihr Medium interessant sein könnte.‘

Je klarer du das für dich verinnerlichst, desto leichter fallen dir diese Follow-ups.  

Dann ist es kein emotionales Drama mehr, sondern ein normaler Schritt in deiner PR-Routine.

Fazit

Kurz zusammengefasst:  

Nachhaken ist kein Tabu, sondern Teil professioneller Pressearbeit.  Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass du zum Interview eingeladen hast um ein VIELFACHES!

Du kannst bis zu 3x freundlich nachfassen –  immer ein einfaches, kurzes Mail mit deinem weitergeleiteten Originaltext ist vollkommen ausreichend.

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