Vom „Wer bin ich schon?“ zum Pressestar:
Wie Sabine Buiten mit PR Kundinnen im ganzen DACH-Raum gewinnt
Vom ersten Gastartikel über den Standard bis zu DIE ZEIT und einem Podcast bei Ildikó von Kürthy: Sabine Buiten hat sich mit konsequenter Pressearbeit einen Namen als Trennungs-Expertin und Selbstermächtigungskomplizin für Frauen gemacht – und damit fünfstellige Umsätze erzielt.
Als Sabine Buiten mit Pressearbeit startete, war sie nebenberuflich selbstständig und zweifelte, ob sich Medien überhaupt für sie interessieren würden.
Heute ist das anders.
Sie wurde mehrfach in Der Standard interviewt, war in DIE ZEIT, zu Gast im Podcast von Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy und in zahlreichen weiteren Medien. Mittlerweile kommen Journalisten sogar von selbst auf sie zu, wenn sie eine Expertin zum Thema Trennung und Neuanfang suchen.
Im Interview sprechen wir darüber, wie dieser Weg begonnen hat, warum Pressearbeit Sabine sogar geholfen hat, ihre Positionierung zu schärfen – und welcher Medienauftritt ihr bis heute Kundinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bringt.
Eva Primavesi: Sabine, wir kennen uns jetzt seit fast drei Jahren. Wie hast du Pressearbeit gesehen, bevor wir miteinander gearbeitet haben?
Sabine Buiten: Ich hatte mir damals dein Freebie heruntergeladen und dein Buch gekauft und fand das alles total spannend. Gleichzeitig habe ich mir gedacht: Allein schaffe ich das nicht.
Und da war dieser hartnäckige Gedanke: Wer bin ich denn schon, dass ich in die Presse gehe? Ich habe keinen Namen. Warum sollte sich jemand für mich interessieren?
Das war sicher meine größte Hürde.
In unserer Zusammenarbeit habe ich dann verstanden, dass das eigentlich kompletter Humbug ist. Gerade wir „Normalos“ haben etwas in den Medien verloren. Es geht um Geschichten, Erfahrungen und Hilfestellungen, die für andere Menschen relevant sind.
Eva: Du hattest damals schon deine Positionierung. Trotzdem haben wir ziemlich daran gearbeitet.
Sabine: Ja, das war ein schmerzlicher Prozess. Ich hatte das Gefühl, ich finde mein Thema nicht.
Meine Positionierung war zu groß und zu schwammig. Ich dachte eigentlich, ich wäre schon klar positioniert – aber die Pressearbeit hat mir sehr deutlich gezeigt, dass das nicht so war.
Das war unangenehm, aber gleichzeitig unglaublich wertvoll für mein Business.
Wir haben dann noch einmal in meiner eigenen Geschichte gegraben und festgestellt: Meine persönliche Trennungsgeschichte und meine Erfahrung mit Umbrüchen sind ein ganz wesentlicher Teil meiner Expertise.
Dadurch wurde mein Thema immer klarer.
Eva: Wir sind damals mit deiner eigenen Trennungsgeschichte hinausgegangen. Und relativ bald kam Der Standard.
Sabine: Genau. Zuerst hatte ich einige Gastkommentare und kleinere Veröffentlichungen. Dann kam ein Artikel im Standard rund um Weihnachten.
Wenige Wochen später haben wir das Thema erneut aufgegriffen – diesmal rund um den Valentinstag und wieder Der Standard angeschrieben. Mit Erfolg. Und dieser Artikel war ebenfalls richtig groß.
Das Spannende daran: Ich hatte das gleiche Thema auch der Kleinen Zeitung angeboten. Der Standard fand die Idee großartig. Die Kleine Zeitung sagte sinngemäß: „Um Gottes willen, bitte nicht!“ – schlug mir aber gleich ein anderes Thema für den Welt-Frauentag vor.
Eva: Und genau darin steckt ein wichtiges PR-Learning: Nicht jedes Thema passt in jedes Medium. Und eine Absage bedeutet nicht automatisch, dass dein Thema schlecht ist. Medien haben unterschiedliche Zielgruppen und unterschiedliche redaktionelle Blattlinien.
Außerdem: Du kannst dein Kernthema immer wieder mit neuen Blickwinkeln und aktuellen Aufhängern verbinden.
Weihnachten. Valentinstag. Frauentag. Menopause. Scheidung. Neubeginn.
Der Kern bleibt ähnlich – der Aufhänger verändert sich.
Eva: Nach unseren drei Monaten Zusammenarbeit hast du deine Pressearbeit selbstständig fortgeführt. Warum?
Sabine: Weil ich wusste: Ich muss dranbleiben.
Gerade Themen zu finden, fand ich anfangs schwierig. Ich habe immer viel zu groß gedacht und du hast meine Vorschläge regelmäßig zerlegt und gesagt: Das ist noch viel zu groß, wir müssen das konkreter machen.
Und ich wollte dieses Denken nicht wieder verlernen.
Mit der Zeit habe ich sogar richtig Spaß und Ehrgeiz entwickelt. Irgendwann dachte ich: In diese Zeitung möchte ich auch noch gerne. Und in die auch.
Gleichzeitig habe ich gelernt, mit ausbleibenden Antworten oder Absagen anders umzugehen. Ich frage heute zwei- oder dreimal nach – ohne falsche Bescheidenheit!
Und es ist mir wirklich mehrmals passiert, dass Journalisten dann gesagt haben: „Sorry, deine Mail ist durchgerutscht. Gut, dass du dich noch einmal meldest.“
Ich habe gelernt: Keine Antwort ist kein Nein für immer.
Eva: Welcher Medienauftritt hat bei dir den größten Hebel ausgelöst?
Sabine: Zwei waren besonders stark: Der Standard – und der Podcast von Ildikó von Kürthy.
Ich verehre Ildikó als Autorin, habe ihre Bücher zu Hause und höre ihren Podcast. Und irgendwann hatte ich anscheinend einen Anfall von Mut und habe ihr einfach geschrieben.
Zuerst kam keine Antwort. Dann habe ich gemerkt, dass ich eine falsche E-Mail-Adresse hatte, neu recherchiert und noch einmal nachgehakt.
Und dann kam tatsächlich die Antwort, dass sie meine Hartnäckigkeit und mein Thema mag. Ich bekam die Zusage.
Ich war wahnsinnig aufgeregt. In ihrem Podcast sitzen normalerweise sehr bekannte Persönlichkeiten. Und plötzlich saß da ich.
Wir haben ungefähr eine Stunde miteinander gesprochen. Und dieses Podcastinterview war ein unglaublicher Hebel für mein Business.
Eva: Kannst du die Wirkung auch konkret messen?
Sabine: Absolut.
Ich habe mittlerweile viele Kundinnen in Deutschland und in der Schweiz. Auf meinem Vision Board stand damals „DACH-Raum“ – und genau diesen DACH-Raum habe ich tatsächlich erreicht.
Das hätte ich ohne diesen Podcast so nicht geschafft.
Wenn ich neue Kundinnen frage, wie sie auf mich gekommen sind, nennen sehr viele genau dieses Interview.
Allein dieser Podcast hat mir mit Sicherheit fünfstellige Umsätze gebracht.
Und das Spannende ist: Er wirkt bis heute. Genauso wie die Onlineartikel. Mein großer Standard-Artikel erschien im Februar – und noch im Herbst kamen Frauen zu mir, die mich darüber gefunden hatten.
Eva: Das ist etwas, das viele völlig unterschätzen: Online-Presse und Podcasts verschwinden nicht einfach.
Sabine: Genau. Die sind ja nie weg.Menschen recherchieren zum Thema Trennung und stoßen Monate oder Jahre später auf einen Artikel oder einen Podcast mit mir.
Dort spreche ich über meine Arbeit, aber auch sehr offen über meine persönliche Geschichte. Vielleicht hört eine Frau das Interview, beobachtet ihre Beziehung danach noch zwei Monate – und irgendwann erinnert sie sich: Da war doch diese Sabine.Dann meldet sie sich.
Und natürlich nutze ich meine Presseauftritte auch selbst weiter. Ich teile sie auf Social Media, nehme sie wieder hervor und kann auch nach einem Jahr noch sagen: Vor einem Jahr war ich dort und dort. Presse gibt mir damit gleichzeitig wieder Content für meine eigenen Kanäle.
Eva: Mittlerweile warst du sogar in DIE ZEIT. Wie ist es dazu gekommen?
Sabine: Über eine Journalistin, die ich schon während unserer Zusammenarbeit kennengelernt hatte.
Ich war mit ihr lose in Kontakt geblieben, hatte ihren Newsletter abonniert und den Kontakt gepflegt.
Dann kam ein Aufruf für eine Geschichte. Eigentlich wurde gar keine Expertin gesucht.
Früher hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut. Dieses Mal habe ich einfach geschrieben: Falls Sie zusätzlich noch eine Expertinnenmeinung brauchen, stehe ich gerne zur Verfügung.
Sie hat dann in der Redaktion nachgefragt. Und daraus ist tatsächlich ein sehr ausführliches Interview mit mir entstanden. Das war schon großartig.
Eva: Und da sieht man den nächsten großen Schritt: Du hast dir mittlerweile dein eigenes Journalistennetzwerk aufgebaut. Es müssen keine 100 Kontakte sein. Fünf oder zehn gute Journalisten, die wissen, wofür du stehst und dass sie sich auf dich verlassen können, sind unglaublich wertvoll.
Sabine: Genau. Beim Standard ist es mir mittlerweile zweimal passiert, dass sie sehr kurzfristig auf mich zugekommen sind. Da kam die Anfrage: Wir haben dieses Thema, wir bräuchten aber innerhalb der nächsten ein oder zwei Tage ein Interview. Und ich habe geliefert.
Eva: Das heißt: Früher hast du den Standard angeschrieben. Heute ruft der Standard dich an. Das ist der Punkt, an dem langfristige Pressearbeit ihre volle Wirkung zeigt.
Du bist bei Journalisten als Expertin zum Thema Trennung und Umbruch abgespeichert. Sie wissen, dass du zuverlässig bist, etwas zu sagen hast und kurzfristig liefern kannst. Genau so entsteht Expertenstatus.
Eva: Wenn wir zurückblicken, liegen zwischen deinem Start und heute etwas mehr als zwei Jahre.
Am Anfang stand die Frage: „Wer bin ich schon, dass ich in die Presse gehe?“
Heute warst du im Der Standard, in DIE ZEIT, bei Ildikó von Kürthy und in zahlreichen weiteren Medien. Journalisten kontaktieren dich aktiv. Und deine Pressearbeit hat dir Kundinnen im gesamten DACH-Raum und messbar fünfstellige Umsätze gebracht.
Sabine: Und ich glaube, dieser Prozess war nicht nur für meine Pressearbeit wichtig, sondern für mein gesamtes Business. Ich musste lernen, anders zu denken. Nicht aus meiner Coach-Perspektive heraus: „Was möchte ich erzählen?“ Sondern: Wie wird daraus eine Geschichte, die auch für andere Menschen interessant ist?
Man beginnt dabei nicht unbedingt gleich mit dem Standard oder Fernsehen. Ich habe mit kleineren Gastbeiträgen angefangen, erste Erfolge gesammelt und mich dann Schritt für Schritt an größere Medien herangetraut. Fernsehen ist bei mir noch offen. Aber das kommt auch noch.
Eva: Was würdest du jemandem mitgeben, der heute noch dort steht, wo du damals gestanden bist?
Sabine: Hab keine Scheu davor. Jeder hat eine Geschichte. Und wenn man ein Business hat oder mit seiner Expertise sichtbarer werden möchte, ist Pressearbeit neben Social Media ein riesiger Hebel. Man muss anfangen. Und dann dranbleiben.
Sabine Buitens Geschichte zeigt sehr schön, was langfristige Pressearbeit bewirken kann. Nicht ein einzelner Artikel hat sie zum Pressestar gemacht.
Es waren viele Schritte: die eigene Positionierung schärfen, erste Gastartikel schreiben, Themen anbieten, Absagen aushalten, nachhaken, Kontakte pflegen und immer wieder mit neuen Ideen auf Journalist:innen zugehen.
Und genau daraus entsteht irgendwann der entscheidende Wechsel: Du musst nicht mehr jedes Mal erklären, dass du Expertin bist. Die Medien wissen es bereits. Und sie kommen zu dir.
Das ist der Punkt, an dem Pressearbeit von einzelnen Veröffentlichungen zu einem echten Business-Hebel wird.
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